Land 

Kenia ist ein ostafrikanisches Land, dessen Küste am Indischen Ozean verläuft. Das Landschaftsbild ist von Savannen, Seengebieten, dem spektakulären Großen Afrikanischen Grabenbruch und bergigem Hochland geprägt. Zur einheimischen Tierwelt Kenias zählen unter anderem Löwen, Elefanten und Nashörner. Von der Hauptstadt Nairobi aus werden Safaris im Naturschutzgebiet Maasai Mara (bekannt für die jährlichen Gnu-Wanderungen) und im Amboseli-Nationalpark mit Blick auf den 5.895 m hohen Kilimandscharo in Tansania organisiert. Kaum ein anderes Land verkörpert derart unseren Traum vom wilden und romantischen Afrika und ist andreseits so beladen mit Vorurteilen und Klischees,und prägte das europäische Bild von Afrika so sehr wie Kenia. Dabei ist das ostafrikanische Land viel mehr als nur Safari- und Stranddestination und verfügt über ein reiches historisches und kulturelles Erbe. 
 Kenia gilt heute als westlichstes und wirtschaftlich erfolgreichstes Land Ostafrikas. Für viele ist Kenia bis heute ein Musterland für friedliche und fortschrittliche Entwicklung in Afrika. Das Land blickt außerdem auf eine der längsten Tourismustraditionen des Kontinents zurück, die bis in die Kolonialzeit reicht. Berühmt ist Kenia natürlich für seine paradiesischen Strände aber auch für seinen unglaublichen Reichtum an Wildtieren. Die alljährliche Wanderung der Herden von der Serengeti in die Massai Mara ist nur eines der atemberaubenden Naturspektakel, die Kenia zu bieten hat. Mit dem Mount Kenia findet sich hier auch der zweitgrößte Berg Afrikas, der nur noch vom Kilimandscharo in Tansania übertroffen wird. Einer der größten Schätze Kenias ist aber auch sein kultureller Reichtum. So leben hier neben den berühmten Massai über 40 verschiedene Volksgruppen die ihre reiche Kultur und Traditionen bis heute bewahrt haben. 

Bevölkerung

 In Kenia leben schätzungsweise knapp über 40 Millionen Menschen, wovon fast 
20 % in Nairobi und im angrenzenden Umland leben. Das an der Küste gelegene Mombasa ist mit fast einer Million Einwohner die zweitgrößte Stadt Kenias. Am dünnsten besiedelt sind aufgrund der geringen Bodenfruchtbarkeit der Norden und der Nordosten Kenias. Über 40 % aller Kenianer sind unter 15 Jahre alt – ein demographsicher Aufbau der auch in vielen anderen afrikanischen Ländern zu finden ist. Insgesamt existieren über 40 verschiedene Ethnien und 50 verschiedene Sprachen auf dem Gebiet des kenianischen Staates. Die größten Bevölkerungsgruppen sind die Kikuyu, Kalendjin, Luo, Kamba und Somali. Die berühmten Massai machen gerade einmal zwei Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Das besondere an Kenia ist, das es drei der vier großen Sprachfamilen Afrikas beheimatet, was in einer großen kulturellen Vielfalt mündet.
 Ein Großteil der Kenianer (etwa 80 %) sind Christen, die Hälfte von Ihnen protestantisch. 
Von den 15 % Muslimen leben die meisten traditionellerweise in der Küstenregionen 
im Osten des Landes. Die dort vorherrschende Swahilikultur erstreckt sich fast über 
die gesamte ostafrikanische Küste. Indigene afrikanische Religionen werden in Kenia 
nur von etwa 1 % der Bevölkerung praktiziert. Die Hauptverkehrssprachen sind Englisch 
und Swahili, wobei letztere vor allem an der Küste gesprochen wird. 


Geographie

 Kenia liegt im Herzen Ostafrikas zwischen 34 ° und 42 ° östlicher Länge bzw. 5 ° nördlicher und 5 ° südlicher Breite. Mit einer Fläche von 582.646 Quadratkilometern ist das Land etwa eineinhalb mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. 
Im Süden grenzt Kenia an Tansania, im Osten an Uganda, im Norden an den Südsudan 
und Äthiopien sowie im Osten an Somalia. Im Südosten befindet sich die 480 Kilometer Küste des Indischen Ozeans. Zu Kenia gehört außerdem ein kleiner Teil des Viktoriasees, dem größten See auf dem afrikanischen Kontinent. Der zweite große See ist der Turkanasee der bis nach Äthiopien reicht. An seinem Südufer finden sich einige 
kleinere Vulkane. Der höchste Punkt Kenias ist der Gipfel des Mt. Kenia, der mit 5.199 Metern der zweithöchste Berg Afrikas ist. Das Zentrum des Landes ist vom Rift Valley, einem Teil des ostafrikanischen Grabenbruchs durchzogen. Während das Zentrum und der gesamte Westen des Landes eher Hochlandcharakter haben, ist der Osten das Landes und die Gegend um den Victoriasee sehr flach. Die beiden größten Flüsse heißen Athi und Tana mit etwa 625 bzw. 700 Kilometern Länge. Kenia verfügt über eine große Anzahl an Nationalparks, von denen die meisten im südlichen Teil des Landes und im Zentrum befinden. Die bekanntesten sind Massai Mara, Amboseli, Tsavo und Lake Naivasha. Der größte Teil Kenias ist hauptsächlich von Savannen geprägt. 
Der sehr trockene Norden hingegen weist oft auch Wüstencharakter auf, während Wälder nur einen kleinen Teil der Landschaft ausmachen und vor allem im Süden und an den Küsten zu finden sind. Der Mau Wald nordöstlich von Nairobi gilt dennoch als größter indigener Wald Ostafrikas, obwohl er stark vom Raubbau gefährdet ist. Hier entspringen mehrere wichtige Flüsse. 


Klima

 Das Klima in Kenia lässt sich jahreszeitlich wie in den meisten afrikanischen Ländern 
in Trocken- und Regenzeiten einteilen, wobei es eine starke Regenzeit zwischen März 
und Mai sowie ein schwache Regenzeit von Ende Oktober bis Anfang Dezember gibt. 
Die angenehmsten Reisezeiten sind außerhalb dieser Zeit. Auch lassen sich Safaris 
besser in der Trockenzeit durchführen, da Tierbeobachtungen wesentlich wahrscheinlicher sind. Kenia kann man grob in zwei klimatische Zonen aufteilen:
1. die Küstenebenen 2. das Hochland. An der Küste herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen 25 °C und 30 °C bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit von etwa 75 %. Während der Regenzeit fallen hier zwar sehr heftige Niederschläge, diese dauern aber meistens nicht lang. Tagelange Wolkenbrüche wird man in Kenia höchst selten erleben. Im Hochland ist
 das Klima um einiges gemäßigter. Im Juli und August kann es sogar bis auf 10 °C am 
Tag herunterkühlen, wobei nächtliche Temperaturen um den Gefrierpunkt auch keine Seltenheit sind. Im Februar steigen die temperaturen aber wieder bis auf 25 °C bei angenehmen 65 % Luftfeuchtigkeit. Am heißesten ist es am Ufer der beiden großen Seen. Hier können die Temperaturen zeitweise 45 °C erreichen. Die Wassertemperaturen des Indischen Ozeans liegen ganzjährig bei angenehmen 
25 bis 28 °C.